Es war einmal ein Mann... das war eigentlich alles.

auf den Spuren von Daniil Charms

mit Franziska Mencz und Christian Kaiser

Ein Verhör

Daniil Charms geboren 1905, russischer Surrealist, Phantast, Kinderbuchautor, der trotz Stalinismus und Hunger immer schrieb und nie veröffentlichte. Gestorben im Gefängnis im belagerten Leningrad 1942. Franziska Mencz und Christian Kaiser (bremer shakespeare company) zeichnen ein plastisches Portrait des Dichters – eine Hommage an die Dialektik des Wahnsinns, voller Schrecken und abgründiger Komik.

 

Puschkow sagte:

Die Frau ist die Werkbank der Liebe ...
und schon hatte er eine in der Fresse.

Bobrov ging die Straße entlang und dachte: warum, warum, wenn man Sand in die Suppe schüttet, schmeckt dann die Suppe nicht mehr?

Es war einmal ein Rotschopf, der hatte weder Augen noch Ohren. Er hatte auch keine Haare,so daß man ihn an sich grundlos einen Rotschopf nannte.

Kinder quälen ist grausam. Aber irgendetwas muß man doch mit ihnen machen!

Da ging einmal ein Mensch ins Büro und traf unterwegs einen anderen Menschen, der soeben ein französisches Weißbrot gekauft hatte und sich auf dem Heimweg befand. Das ist eigentlich alles.

 

Wahnsinn, Irrsinn ohne Methode, schrecklich, grauenhaft, komisch,

der russische Surrealist Daniil Charms

Infolinks:

http://franziskamencz.de/Programm/mann.html